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Linsenmax AG
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Welchen Einfluss haben Medikamente auf die Kontaktlinsen?

Wer im Winter den Onkel Doktor aufsuchen muss, erhält nicht selten ein Antibiotika verschrieben.

Im Sommer hingegen muss man eventuell Antiallergika nehmen (Stichwort Heuschnupfen!). Unsere Leserin Franziska hat uns deshalb gefragt, welchen Einfluss Medikamente auf das Tragen von Kontaktlinsen haben?

In unserem Körper greifen wie in einem Uhrwerk mehrere Zahnräder ineinander, er ist ein hochkomplexes Biosystem. Deswegen haben natürlich verschiedene Faktoren Einfluss auf das Tragen von Linsen. Das wären zu einem die Hornhaut, die Augenlider und natürlich der Tränenfilm, auf dem die Linse schwimmt.

Medikamente beeinflussen dabei den Tränenfilm in seiner Zusammensetzung und seiner Menge.

Während du bei Augentropfen direkt merkst, ob der Tränenfilm beeinflusst wird, kann der Einfluss bei anderen Medikamenten (erst) verzögert festgestellt werden.

Du kannst unter anderem feststellen,

  • dass du einen Nebelschleier beim Sehen hast.

  • dass die Tränenflüssigkeit sich verändert hat.
  • dass die Augen trocken sind.
  • dass die Augen lichtempfindlicher sind.

Kläre deshalb vor dem Einnehmen des Medikamentes mithilfe des Beipackzettels, ob Nebenwirkungen bekannt sind.

Ist dies der Fall, solltest du gegebenenfalls deine Ersatzbrille bereitlegen oder mit deinem Arzt Rücksprache halten.

Gleiches gilt auch, wenn du dich nicht sicher bist, ob das Medikament spürbaren Einfluss auf das Trageverhalten hat.
Wenn du eine Augensalbe oder -tropfen nimmst (oder andere Medikamente, die in der Nähe des Auges angewendet werden), solltest du die Kontaktlinsen unbedingt vorher herausnehmen! Ansonsten könnte zum Beispiel der Fettschleier der Augensalbe Grund für das neblige Sehen sein, und die Linse nachhaltig beschädigen.

Treten eine der oben genannten oder andere Beschwerden ein, solltest du auf eine Brille zurückgreifen.

Bitte nehme bei nebliger Sicht oder anderen Beschwerden (und wenn du dich nicht in der Lage siehst ein Fahrzeug zu steuern) keinesfalls am Strassenverkehr teil!

Selbstverständlich muss das Medikament nicht die (alleinige) Ursache für einen veränderten Tränenfilm sein:

Auch die Erkrankung, also der Grund für die Medikamenteneinnahme, kann dies verursachen.

Auch hier gilt:
Im Zweifelsfall deinen Optiker, Augenarzt oder Hausarzt konsultieren und eine Brille tragen.