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Linsenmax AG
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Linsenmax erklärt: Was bedeuten Akkomodation und Presbyopie?

Akkomodation – Eine Fähigkeit, die keine Lupe besitzt

In der Reihe «Linsenmax erklärt» wollen wir heute die Begriffe Akkomodation und Presbyopie genauer beleuchten.

Sei es das Brillenglas, die Lupe des Juweliers oder das Mikroskop der Biologie-Lehrerin, täglich unterstützen uns optische Linsen.
Doch sind sie in einem Punkt dem menschlichen Auge unterlegen: Ihre Brennweite ist fixiert. In einem bestimmten Abstand können Gegenstände scharf dargestellt werden, doch bei näherer oder fernerer Betrachtung durch die Sehhilfe verschwimmt das Bild.

Akkomodation ist die Fähigkeit des menschlichen Auges die Brechkraft so zu anzupassen, dass Personen oder Objekte in der unmittelbaren Nähe als auch in der Ferne scharf gesehen werden können.

Diese Fähigkeit verdanken wir der elastischen Augenlinse und dem Ziliarmuskel, der durch Bänder (Zonulafasern) mit der Linse verbunden ist.

Das Auge kann bei verschiedenen Entfernungen durch den Zuwachs oder die Abnahme der Brechkraft die Augenlinse einstellen.
Die Brechkraft kann dabei zwischen 15 Dioptrien bei Fernsicht und 50 Dioptrien bei Nahsicht liegen.

Um ferne Dinge erkennen zu können, ziehen die Zonulasfasern die Linse flach.
Wenn die Linse so ellipsenförmig flach gezogen wurde, spricht der Optiker oder Augenarzt von Fernakkomodation.

Für das Lesen eines Buches, also dem Betrachten eines nahen Gegenstandes, zieht sich der Ziliarmuskel hingegen zusammen.
Die Linse wölbt sich kugelförmig und der Gegenstand wird auf unserer Netzhaut scharf abgebildet. Das Zusammenziehen des Ziliarmuskels strengt das Auge an.

Deshalb raten Augenärzte, den Blick nach einiger Zeit am Computer für kurze Zeit abzuwenden und in die Ferne zu schauen! Das entspannt den Muskel und beugt Problemen vor.

Mit dem Alter kommt die Presbyopie

Im Alter verliert unsere Augenlinse an Elastizität, sprich: ab dem 40. Lebensjahr “wandert” die Lesedistanz immer weiter vom Auge weg. Mit dem 60. Lebensjahr hat dieser Verlust seinen Höhepunkt erreicht.

Die Folge des Akkomodationsverlusts ist dann die Presbyopie, die Alterssichtigkeit.
Konnte das Auge eines 5-jährigen Kindes Dinge im Abstand von 8 cm scharf abbilden, sind es mit 35 Jahren schon 15 cm Abstand, die nötig sind. Im gehoben Alter ist dann selbst Lesen der Zeitung mit einem Abstand von 35 cm ein Problem. Diese Sehschwäche kann aber durch Kontaktlinsen oder Brillen behoben werden!