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Kontaktlinsen im 21. Jahrhundert: Was leisten sie schon jetzt?

Die Kontaktlinse ist aus unserem Alltag heute kaum mehr wegzudenken.

Dabei hat es beinahe 400 Jahre gebraucht, bis die erste komfortable Kontaktlinse hergestellt werden konnte. Die Entwicklung ist aber nicht zu stoppen. Auch heute tüfteln Ingenieure und Chemiker an den Materialien der Zukunft.
Seit einigen Jahren interessieren sich auch Apple, Google und Co. für die Linsen und wollen uns so in einigen Jahren ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Was es schon gibt und woher die Idee der Kontaktlinse stammt, berichten wir.

Von Da Vinci bis zu Tuhoy: Der lange Weg zur bequemen Kontaktlinse

Die Idee der Kontaktlinse ist schon mehrere hundert Jahre alt. Der berühmte Italiener und Erfinder Leonardo Da Vinci hat sich mit seinem Vorschlag eines wassergefüllten Glasgefässes ebenso daran versucht, wie der Franzose und Universalist René Descartes, der eine sehr ähnliche Idee verfolgte.

Diese und viele weitere Ideen waren zwar der Beginn der Kontaktlinse, doch waren sie sie unhandlich, unbequem und gar gefährlich, dass sie nicht umgesetzt wurden.
Am Ende des 19. Jahrhunderts stellten zwei Erfinder – Adolf Fick und August Müller – erstmals unabhängig voneinander Glasschalen her, die die Augen bedeckten und die Fehlsichtigkeit korrigierte. Aber auch zu diesem Zeitpunkt waren sie noch so unbequem und schwer, dass sie nicht länger als eine halbe Stunde getragen werden konnten.

Etliche verworfene Ideen und Skizzen sowie 380 Jahre später fertigte Carl Zeiss 1911 an das jeweilige Auge angepasste Glasschalen.
Diese Schalen waren durch die passgenaue Herstellung zwar wesentlich bequemer, aber immer noch viel zu schwer. 1948 wurde von Kevin Tuohy schliesslich eine leichte Kunststofflinse hergestellt. Durch immer moderne Materialien wurden die Kontaktlinsen schliesslich immer dünner und leichter, aber auch sauerstoffdurchlässiger und langlebiger.

Dünner, leichter, angenehmer: Was Kontaktlinsen so angenehm macht

Von den Glasschalen ist natürlich heute nichts mehr zu sehen. Stattdessen nutzen alle Hersteller moderne Kunststoffe und Silikone, die hautverträglich und langlebiger sind als jemals zuvor.

Die FOCUS Dailies Tageslinsen beispielsweise werden aus Nelfilcon A gefertigt. Dieser Kunststoff besteht unter anderem aus Polyvinylalkohol (PVA), das biokompatibel und biomimetisch ist. Das bedeutet, dass sich das Material ideal an das Auge anpasst und besonders verträglich ist. Das PVA erzeugt einen Flüssigkeitsfilm, der das Auge nicht austrocknen lässt. Dieser Stoff bildet ein Drittel der Kontaktlinse, der Rest ist Wasser.

Neben Kunststoffen kommen auch Silikone zum Einsatz. Als man in den 1980er Jahren entdeckte, dass Silikon extrem sauerstoffdurchlässig aber nicht benetzbar ist, wurde nach einer Lösung gesucht. Viele trickreiche Ingenieure und Chemiker haben ein Jahrzehnt später Silikonhydrogele hergestellt. So konnte ein niedriger Wasseranteil mit einer hohen Sauerstoffdurchlässigkeit kombiniert werden.

Heute finden sich bei allen unseren Linsen Bezeichnungen wie Etafilcon, Lotrafilcon B und anderen Polymeren. Ein Auswahlkriterium für unsere Kontaktlinsen sind Tragekomfort. Dazu gehört, dass sie einerseits sauerstoffdurchlässig sind und andererseits das Auge feucht halten. Durch diese modernen Materialien ist das möglich.

Smarter denn je: Kontaktlinsen im 21. Jahrhundert

Im 21. Jahrhundert entwickeln sich aber nicht nur die Materialien immer weiter. Längst haben die Kontaktlinsen die Aufmerksamkeit von IT-Giganten wie Apple, Microsoft und Samsung auf sich gezogen. Immer mit dabei und fast nicht zu bemerken sind Kontaktlinsen schon jetzt. Dadurch sind sie ideal, um neue Möglichkeiten in unser Leben zu integrieren.

Samsung und andere Unternehmen besitzen schon heute mehrere Patente, die uns den Weg in die Zukunft deuten können:
Eine verbreitete Idee ist es, Kontaktlinsen mit kleinen Sensoren auszustatten. Dadurch könnten sie beispielsweise den Blutzuckerspiegel messen und die Ergebnisse auf das Smartphone übertragen. Eine weitere Idee ist es, ein Display und eine Kamera mit einzubauen. So könnten in Echtzeit Daten direkt auf dem Auge gezeigt werden, beispielsweise bei der Navigation. Statt mit Tasten könnte man dann mit dem Blinzeln Funktionen aufrufen. Ähnliche Patente haben auch schon Google und Apple angemeldet. Dabei wird nicht nur eine Idee skizziert, sondern bis hin zur Fertigung jeder Schritt detailliert aufgezeigt. Damit rückt die Zukunft immer näher, bis zur letztendlichen Realisierung dürfte es allerdings noch einige Jahre dauern.