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Implantierte Linsen bei schwerwiegenden Sehschwächen – Pro und Contra

Sehschwächen erschweren unseren Alltag: Manche Menschen müssen eine Brille tragen, weil sie keine Kontaktlinsen tragen können. Andere können kein Auto mehr fahren oder haben Schwierigkeiten beim Lesen der Zeitung.

Nicht immer können herkömmliche Sehhilfen, wie Brillen und Kontaktlinsen, Abhilfe verschaffen und das Leben ein Stück weit erleichtern. In solchen Fällen sind dann oft medizinische Operationen nötig, doch es gibt auch eine Alternative dazu.

In den letzten Dekaden hat die Augenchirurgie grosse Fortschritte gemacht. Lasertherapien können ein Stück der alten Lebensqualität zurückbringen, sind aber nicht mehr rückgängig zu machen. Eine neue Methode sind implantierte Kontaktlinsen.

Die Intraokularlinsen – von lateinisch «Intra» (innerhalb) und «Oculus» (Auge) – sind künstliche Linsen, die in das Auge eingesetzt werden. Sie können die natürliche Augenlinse ersetzen (z.B. bei einer Operation wegen des Grauen Stars), aber auch zusätzlich eingesetzt werden.

Voraussetzung für die Implantation von Intraokularlinsen ist, dass …

  • …du mindestens 18 Jahre alt bist.
  • …du nicht unter fortschreitenden Hornhauterkrankungen leidest.
  • …deine Sehstärke seit 2 bis 3 Jahren, stabil ist.
  • …die vordere Augenkammer tief genug ist (wird vom Arzt bestimmt).
  • …du nicht unter Grauem Star, Grünem Star und Netzhauterkrankungen leidest.
  • …du keine Medikamente einnehmen musst, die die Heilung der Hornhaut verhindern / verzögern.

Und So funktioniert es!

Schauen wir uns nun an, wie so eine Operation abläuft.

Die Hornhaut wird in Millimeterarbeit am Rand eingeschnitten. Durch den 3mm breiten Schnitt setzen die Ärzte die 130 Mikrometer dicke Kontaktlinse in die vordere Augenkammer ein. Dort wird sie zwischen der natürlichen Linse und der Regenbogenhaut geschoben. Sie kann je nach Methode vor oder hinter die Regenbogenhaut implantiert werden. So bleibt deine natürliche Linse wie die Hornhaut unangetastet. Damit das Augenwasser weiterhin problemlos abfliessen kann, wird ein am Rand gelegenes Fensterchen in die Iris eingeschnitten.
 

Vorteile
Besonders bei starker Fehlsichtigkeit (ab minus 8 dpt) bei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung, wenn keine Laseroperation mehr möglich ist, lohnt sich die Implantation von künstlichen Kontaktlinsen. Der Eingriff ist auch rückgängig zu machen, also reversibel (sofern die Intraokularlinsen zusätzlich zu den natürlichen Linsen eingesetzt wurden).

Nachteile
Jede Medaille hat zwei Seiten und wie faszinierend die Vorteile der implantierten Linsen auch sein mögen, so gibt es auch einige Nachteile. Die Kosten betragen über CHF 4'000 und werden von der Krankenkasse nicht übernommen. Nach der erfolgreichen Operation dauert es noch einige Wochen, bis die Augen gelernt haben, das Bild bei verschiedenen Distanzen zu fokussieren.

Ändern sich deine Dioptriewerte, so musst du dir einer erneuten Operation zur Anpassung unterziehen.

Einige Patienten nehmen um Gegenstände Lichthöfe wahr oder werden im Dunkeln (bspw. während des Autofahrens) geblendet. Wie bei jedem operativen Eingriff verbleibt das Risiko einer Infektion, einer Schädigung der Hornhaut oder Verformung der Pupille sowie anderer Komplikationen.