zur Startseite zur Hauptnavigation zum Hauptinhalt zum Kontaktformular zum Suchformular
Linsenmax AG
Industristrasse 52
8112 Otelfingen, CH
+41 62 836 80 10,
fragen@linsenmax.ch
Abbrechen

Bionic Lens: Die Zukunft der Kontaktlinse?

Zu Beginn der Kontaktlinsen standen schwere Scheiben aus Glas.

Ob als Erfinder nun Leonardo da Vinci oder Heinrich Wöhlk genannt wird, ist dabei fast egal. Denn seit der ersten brauchbaren Linse hat sich glücklicherweise eine Menge bewegt. Nun steht Dr. Garth Webb möglicherweise vor der nächsten Revolution der Kontaktlinse.

Regelmässig berichten wir von neuen Entwicklungen rund um die kleine Erfindung, die uns das Leben tagtäglich erleichtert.

Fest implantierte Kontaktlinsen oder Kontaktlinsen mit digitaler Technik – all diese Überschriften sind uns noch gut in Erinnerung. Neben grossen Technikkonzernen wie Google und Co. arbeiten natürlich auch die Hersteller «normaler» Kontaktlinsen nach wie vor daran, ihre Produkte durch langlebigere und sauerstoffdurchlässigere Materialien, leichteres Design und höhere Verträglichkeit zu verbessern. Der Optometrist Dr. Garth Webb hat sich ebenfalls dazu aufgemacht, die Kontaktlinsen weiterzuentwickeln.

Seine Erfindung trägt den Namen Ocumetric Bionic Lens.

Was steckt hinter der Bionic Lens?

Die Linse von Dr. Webb wird aus biokompatiblem Polymaterial hergestellt.

Mit dieser Linse, so verspricht der Erfinder, könnten Augenlaser-Operationen, Brillen und herkömmliche Linsen komplett überflüssig werden. Nach acht Jahren Entwicklung und mehr als drei Millionen US-Dollar Entwicklungsausgaben steht die Bionic Lens in voraussichtlich zwei Jahren vor ihrer Marktreife. Aber wie funktioniert sie?

Die Linse soll die natürliche Linse des Menschen komplett ersetzen.

In einer kleinen Augenoperation wird dabei die menschliche Linse vom Auge gelöst und durch die künstliche Bionic Lens ersetzt.

Die an den Menschen angepasste Linse wird in einer Millimeter-genauen Operation im Auge mittels einer mit Kochsalzlösung gefüllten Spritze platziert. Schon heute werden trübe Linsen bei Menschen mit Grauem Star entfernt, durch künstliche Linsen erhalten die Patienten dann wieder einen klaren Blick. «Wenn Sie jetzt die Uhr in drei Metern nur schwerlich erkennen können, können Sie mit der Bionic Lens die Uhr aus neun Metern sehen.», verspricht Webb gegenüber CBC News.

Die Steigerung der Sehstärke um das Dreifache könnte auch die Behandlung des Grauen Stars ein für alle Mal unnötig machen.
Jeder Mensch ab 25 Jahren könnte sich die Linse implantieren lassen und so seine Sehstärke enorm verbessern. Bisher, so Webb, gebe es keine Anzeichen für negative Folgen: Weder im Sehverhalten noch auf die gesundheitliche Konstitution konnten Verschlechterungen festgestellt werden.

Bei aller Euphorie über die neuen Möglichkeiten ist aber auch zu bedecken, dass Webb nicht der erste Entwickler ist, der etwas Brandneues verspricht.
Wie bereits erwähnt arbeiten neben kleinen Unternehmen wie Webbs Ocumetics Technology Corporation auch namhafte Hersteller und Pharmakonzerne an neuen Wegen die Sehschärfe zu verbessern. 2017, also in zwei Jahren, werden wir sehen können, ob Webbs Bionic Lens es auf den Markt geschafft hat.