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Linsenmax AG
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1948 – Als Kontaktlinsen noch nicht so komfortabel waren

Die Kontaktlinse hat mittlerweile eine lange und interessante Geschichte hinter sich: Angefangen bei Leonardo da Vinci hat sie sich bis zur Moderne rasant verändert und macht das Leben seitdem für viele Menschen besser und einfacher.

Doch so ganz einfach war die Handhabung der Linsen nicht immer. Linsenmax hat einen alten Wochenschau-Beitrag ausgegraben und zeigt, was damals Linsenträger über sich ergehen lassen mussten.

Als die lange Geschichte der Kontaktlinse in den Räumen Leonardo da Vincis 1508 begann, konnte der berühmte Erfinder sich wohl kaum vorstellen, dass in fünfhundert Jahren zwei Drittel der Schweizer Kontaktlinsen tragen würden. Damals war es noch ein grosses Gefäss aus Glas, das mit Wasser gefüllt würde. Eher unhandlich, aber der Grundstein für die Idee der Kontaktlinse war gelegt. Seitdem machte die Kontaktlinse grosse Schritte in die Zukunft: Viele erfindungsreiche Menschen arbeiteten daran, die Linsen kleiner, leichter und handlicher zu machen.

1936 gelang es so dem Optiker William Feinbloom Kontaktlinsen aus Plexiglas herzustellen, 1948 schliesslich folgte die erste Linse aus Kunststoff. Noch heute werden Kontaktlinsen aus modernem Kunststoff gefertigt, damit sie möglichst leicht, handlich aber auch stabil sind.

Ohne Betäubung gab es keine Kontaktlinsen

In den Unweiten von YouTube haben wir einen Clip aus ebenjenem Jahr, dem Jahr 1948, entdeckt:

Er zeigt den damals einzigen australischen Kontaktlinsenproduzenten bei der Anfertigung eines Kontaktlinsenpaares. Wer sich heute über die Einsetz-und-Herausnehm-Routine beschwert, sollte unbedingt einen Blick in diesen Clip werfen.

Teuer, unhandlich aber im Trend

Die ersten Sekunden beginnen eher wie ein schlechter Horrorfilm. Sie zeigen…

  • …wie der Frau ein Abdruck ihres Augapfels genommen wird. Natürlich würde das niemand ohne Betäubung mitmachen, sodass der Optiker der Kundin vorher ein Anästhetikum in das Auge spritzte.
  • Mit gekonnten Handgriffen setzt der Optiker dann den Abdruckgips ein und lässt ihn zwei Minuten trocknen.
  • Anschliessend wird der Abdruck genutzt, um ein Paar Kontaktlinsen zu giessen. Ganz anders im Vergleich zu heutigen Produktionsstätten, macht die Arbeit des Optikers den Eindruck eines Stahlwerkes. Mit schwerem Gerät wird dort dickes Plastik in den Abdruck gegossen.
  • Nach der Abschleifung kann die Kundin die Kontaktlinsen einsetzen – aber auch das sah früher noch ganz anders aus als heute, weshalb der Optiker ihr beim ersten Mal noch hilft.
  • Sechs bis acht Stunden kann sie dann mit den schweren Linsen verbringen.
  • Danach wurden die Kontaktlinsen trüb oder aber der Schmerz war nicht mehr auszuhalten. Dennoch waren diese Linsen, wie der Sprecher berichtet, der Verkaufshit bei reichen US-Amerikanern.
  • Die Linsen kosteten umgerechnet rund CHF 2500.

Immerhin gab es noch ein nettes Etui zum Mitnehmen der Kontaktlinsen dazu…